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Unsere Pfarrkirche

Die Kirche zum Hl. Petrus in Breitenbach am Inn gehört zu den ältesten Kirchen im Tiroler Unterland.

Neben Angath und Langkampfen zählt sie zu den sogenannten "drei freisingschen Urpfarren" auf Tiroler Boden.

1739 wurde ein Neubau der Kirche fertiggestellt, welcher anstelle des alten Kirchenbaus im Barocken Stile errichtet wurde.

Die ursprünglichen Grenzen der Ur- und Mutterpfarre Breitenbach umfassten die Gebiete der Pfarren Brandenberg, Steinberg, Mariathal, Voldöpp und Moosen (Kramsach), die alle erst 1891 endgültig aus diesem Verband ausgeschieden sind.

 


Geschichte

Im Frühmittelalter gehörte Breitenbach zu den Urpfarren des Bistums Freising.
Die erste urkundliche Erwähnung eines Gotteshauses in Breitenbach fällt in das Jahr 1157.
Die heutige Pfarrkirche wurde in den Jahren 1737 bis 1739 von Georg Hueber im barocken Stil errichtet, mittelalterliche Mauerreste des Vorgängerbaues blieben aber erhalten.
Zwischen 1794 und 1798 wurder der Turm aufgestockt und erhielt sein barockes Aussehen.
Eine Außenrenovierung der Pfarrkiche St. Peter erfolgte im Jahre 1972.

Äußeres

Der untere Teil des Südturmes geht auf das Mittelalter zurück, das durch Gesimse abgesetzte Glockengeschoss mit rundbogigen Schallöffnungen und der achteckige Abschluss mit Zwiebelhelm kamen bei der Aufstockung des Turmes im späten 18. Jahrhundert hinzu.
Westlich an den Turm schließt eine barocke Aufbahrungshalle an, östlich die zweigeschossige Sakristei.
An der Nordseite des Langhauses befindet sich ein gekehltes Spitzbogenportal aus dem 15. Jahrhundert.
Ein Marmorportal mit Volutenkeilstein und illusionistischen Rahmungen von Wolfram Köberl bildet den Haupteingang an der Westfassade deren Dreieckgiebel durch ein kräftiges Gesims betont wird.

Innenraum

Der geräumige Saalbau mit vier Jochen und Tonnengewölbe wird durch Wandpfeiler mit Doppelpilastern, Gebälkstücke und Doppelgurte deutlich gegliedert, sodass jedes Joch als eigene Raumeinheit zur Geltung kommt.
Das Gewölbe des halbkreisförmig schließenden Chores besteht aus trapezförmigen Stichkappen.
Die Deckengemälde des Chores zeigen die Glorie des Hl. Petrus und verschiedene Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons.
Die Fresken, bei denen es sich um Werke von Matthias Kirchner oder Johann Michael Waginger handelt, sind von barocken Stuckrahmen umgeben.
Das Bildprogramm des Langhausgewölbes von Franz Fuchs umfasst die Darstellung musizierender Engel, der Übergabe des Skapuliers durch die Gottesmutter Maria, des Engelsturzes sowie eines Heiligen mit Skapulier.
Die Fresken enstanden im Jahre 1905, die Stuckrahmung wurde 1958 hinzugefügt.
Der Aufbau des barocken Hochaltares in Schwarz-Gold ist mit Pfeilern, Säulen und leicht vorschwingendem Gebälk versehen.
Die neugotische Reliefgruppe der Schlüsselübergabe an Petrus ist ein Werk des Bildhauers Augustin Valentin aus dem Jahre 1893.
Im Aufsatz ist eine Vigur Gottvaters zu sehen.
Die barocken Statuen Johannes d.T., St. Paulus, St. Heinrich II. und St. Sigismund entstanden wie der Hochaltar selbst um 1740.
Auf dem linken Choraltar ist ein barocker Glasvitrinensarg mit den Gebeinen des Hl. Valentius aufgestellt.
Darüber befinden sich die Konsolfiguren St. Erasmus und St. Blasius.
Eine glockenförmige Glasvitrine auf dem rechten Choraltar birgt ein geschnitztes Gnadenbild der Gottemutter Maria.
 


 

Quellen: www.geschichte-tirol.com, "Kirchen und Kapellen in Tirol", Journal-Verlag, 1998